Flora und Fauna rund um den Lago di Garda
Einmalig an Fischreichtum im Garda-See ist, dass sogar ein Salzwassertier, die Sardine, im Lago umherschwimmt. Einst reichte die Adria bis an die Alpen. Als sich das Meer zurückzog, blieben die Sardinen und passten sich der neuen Umgebung an.
Da die Anwohner des Lago di Garda die Fischfangzeiten streng einhalten, wimmelt es von Fischen im See. Forellen werden durch das Einsetzen von Jungtieren aus Aquakulturen vemehrt, aber auch Aale, Hechte, Schleien, Barsche, Seelotten, Felchen und Krebse tummeln sich im Wasser.
Auf dem Land, vor allem im alpinen Trentino stösst man noch recht häufig auf Fasanen und Rebhühner, etwas seltener auch auf Wildschweine, Füchse und Rehe.
Im Winter verirren sich sogar manchmal Wölfe aus den höheren Alpenregionen in die Gegend um den nördlichen Teil des Lago di Garda.
Geologisch gesehen ist der Garda-See ein typischer See des Alpenrandes, der sich am Ende der Eiszeit durch sich zurückziehende Gletscher ausgeformt hat. Bereits davor, muss aber, speziell hier, ein Meerbecken entstanden sein.
So ist der See im Norden auch von steilen Berghängen umrandet, höchste Erhebung mit über 2000 Metern Höhe ist der Monte Baldo im Osten.
Im Westen bilden die zwei Hochebenen der Voralpen mit Tremosine und Tignale weitflächige Almen.
Gespeist wird der Lago di Garda im Norden vor allem vom Sacra-See, der im Süden als Minoco wieder abfließt.
Im Süden des Sees wird die Natur mediterran. Hier gedeihen Zitrusfrüchte ebenso wie Öl- und Feigenbäume und sogar richtige Lorbeerwälder.
Weinbau wird rings um den Garda-See betrieben, im trentinischen Norden, ebenso wie im venetischen Süden. |